Wein schenken!

Da gibt es einmal die Etikettentrinker. Hauptsache Wein und Winzer sind berühmt: Sassicaia,
Ornellaia, Tignanello, Gaja, oder wie sie sonst noch alle heißen mögen die Aushängeschilder der
hohen Weinkunst. Flaschen mit einem solchen Etikett werden freudig entgegengenommen. Dann
gibt es die Weinexperten. Sie bevorzugen seltene Weine aus besonderen Jahrgängen, Lagen und
natürlich sogenannte Geheimtipps. Und dann noch die Weinfanatiker. Ich wollte einem Vertreter
dieser Spezies eine Freude machen und habe mich bei einem ausgewiesenen Experten erkundigt:
„Ich möchte jemanden beschenken, der schon alles hat. Kannst du mir einen Wein-Tipp geben?“
„Zum Beispiel einen Château Musar von Gaston Hochar aus dem Bekaa-Tal in Libanon, Jahrgang
75.“ war die Antwort. Ich bat ihn mir diesen – noch erschwinglichen – Wein zu besorgen. Als ich
das Geschenk stolz an den Weinfanatiker übergab, bedankte er sich mit den Worten: „Aha, den
Jahrgang 68 hab ich schon im Keller, 75 fehlte mir noch. Dankeschön.“ Ich war froh, denn ich
wollte schon den 68er schenken. Übrigens, keine Ahnung wie dieser Wein schmeckt, ich habe ihn
nicht probieren können.

Quelle: Dr. Herbert Braunöck; BBJ-Newsletter 2017_25 vom 13. Dezember 2017

Und auch hier gleich dazu der brandneue BBJ-Newsletter 2017_25.

BBJ Wein-Newsletter 2017_25

 

"Die Welt gehört dem, der sie genießt."

- Leopardi
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