Ran ans Buffet – Silvesterparty!

Silvesterparty – im Dezember stehen einige Feierlichkeiten an. Wer nicht den ganzen Abend in der Küche stehen möchte, während sich die Gäste amüsieren, entscheidet sich am besten für ein Buffet mit lauter kleinen Fingerfoods.

Ob pikante Bällchen, bunte Spießchen oder verführerische Mini-Muffins – ein vielfältiges Fingerfood-Buffet ist das Highlight jeder Party. Die mundgerechten Häppchen sind sehr dekorativ, bequem zu verzehren und der ideale Begleiter von Cocktails, Wein und Co. Wie der Name schon verrät, darf man Fingerfoods nicht nur mit den Fingern essen, man muss es sogar.

Delikatessen im Mini-Format

Fingerfoods liegen nach wie vor voll im Trend. Doch woher stammt die Begeisterung für die wohlschmeckenden Winzlinge? Was bringt uns dazu, die mühsam erlernten Tischsitten über den Haufen zu werfen und wie die Steinzeitmenschen mit den Fingern zu futtern? Nun ja, ganz neu ist die Idee auch wieder nicht. Denken Sie an die spanischen Tapas, die vor mehreren Hundert Jahren in Andalusien entstanden sind. Oder an die italienischen Antipasti,
chinesischen Dim Sum oder die Mezze im Nahen Osten. Neu ist allerdings, dass die kleinen Fingerspeisen nicht mehr nur
den Appetit anregen sollen, sondern zum Hauptdarsteller eines Menüs geworden sind. Was einst der Auftakt eines Essens
war, steht heute im Mittelpunkt.
Psychologen begründen den Fingerfood-Boom mit der Sehnsucht nach dem einfachen Leben, nach der ursprünglichsten
Art des Essens. Ernährungswissenschaftler verweisen auf die Sinne. Neben Geruchs- und Geschmackssinn werde beim Essen mit den Fingern auch noch der Tastsinn gefordert. So kommt es, dass Fingerfood heute selbst in feiner Gesellschaft
eine hoch angesehene Angelegenheit ist.

Mit einem Haps

Besonders für ein Fest zuhause eignet sich ein Fingerfood-Buffet ganz wunderbar. Die Gäste können sich selbst bedienen,
sich entscheiden, wovon sie wie viel möchten, über das Essen kommen die Leute ins Gespräch und alles ist viel gezwungener und lockerer. Besteck wird auch keines gebraucht und Sie ersparen sich den Abwasch. So weit, so gut. Beginnen wir jedoch am Anfang – bei der Planung. Denn schließlich macht sich ein guter Gastgeber Gedanken bei der Auswahl der servierten Speisen – das ist bei Fingerfoods nicht anders als bei einem viergängigen Menü.
Daher hier einige Ratschläge bei der Zusammenstellung eines Fingerfood-Buffets.

Der wohl wichtigste Tipp lautet: Verboten sind Speisen, die tropfen, kleben oder beim Hineinbeißen spritzen. Achten Sie
darauf, möglichst viele Geschmäcker befriedigen zu können. So sollten sowohl fisch- und fleisch-basierende Happen
angeboten werden als auch einige vegetarische Alternativen und natürlich süße Leckereien. Wählen Sie die Mini-Speisen
aus, sodass Ihre Gäste eine ausgewogene Mischung von süß, scharf, würzig, salzig und sauer genießen können. Auch dürfen ein paar gewagte Kreationen dabei sein. Selbst die Vorsichtigsten probieren einmal etwas Neues, wenn es sich nur um einen Bissen handelt.
Schön für das Auge ist es zudem, wenn Ihre Speisen mit unterschiedlichen Farben und Formen begeistern. Variieren Sie
Spießchen, Röllchen und Bällchen miteinander. Lassen Sie sich von der Jahreszeit inspirieren. Zutaten, die gerade Saison haben, schmecken jetzt am besten. Auf keinen Fall vergessen sollten Sie auf ein paar süße Speisen, wie in Schokolade getauchte Früchte, aparte Obstspießchen, pralinengroße Törtchen, winzige Crèpes oder apartes Kleingebäck. Kurz gesagt: Die Auswahl der Appetizer soll sowohl Auge als auch Gaumen Abwechslung bieten.

Es ist angerichtet!

Auch für die Präsentation der „handgreiflichen Köstlichkeiten“ haben wir einige Ratschläge parat. Arrangieren Sie maximal
zwei verschiedene Sorten auf einer Platte, das wirkt übersichtlicher. Überladen Sie die Servierplatte nicht – das wirkt unordentlich. Übertreiben Sie es nicht beim Verzieren, garnieren Sie dezent und mit einfachen Mitteln. Besonders schön ist es, wenn die kleinen Köstlichkeiten bereits auf kleinen Porzellantellerchen, Löffeln, in Gläsern oder auf Spießchen  ngerichtet sind.
Legen Sie eine ausreichende Anzahl an Servietten bereit und denken Sie auch daran, Ihren Gästen eine Möglichkeit für abgelegte Spießchen oder Schalen zur Verfügung zu stellen. Eine besondere Aufmerksamkeit ist das Bereitstellen
von kleinen Schälchen mit warmem Zitronenwasser zum Reinigen der Finger.

Kleine große Häppchen

Ist Ihre Planung abgeschlossen, geht es an die Rezeptauswahl. Auch hier wollen wir Ihnen einige Vorschläge mit auf den Weg geben und wünschen Ihnen viel Vergnügen bei Ihrer nächsten Fingerfood-Party!

Fünf superschnelle Häppchen
• Belegte Brötchen. Kaufen Sie verschiedene Arten Brot und schneiden Sie es in Scheiben. Wenn Sie möchten, können Sie mit einem großen Keksausstecher Formen ausstechen. Belegen Sie die Brote mit Schinken und Käse oder bestreichen sie mit verschiedenen Aufstrichen und dekorieren sie mit Oliven oder Weintrauben. Zu Weißbrot passt Lachs und ein Klecks Kaviar. Auch Cracker lassen sich so hervorragend belegen.

• Blätterteig-Eckerl. Blätterteig gibt es bereits fertig zu kaufen. Schneiden Sie ihn in gleichmäßige Vierecke und geben Sie mit einem Teelöffel eine Füllung (zum Beispiel Thunfischaufstrich, Kräutergervais oder Käsewürfelchen) darauf. Bestreichen Sie die Ränder mit Ei und klappen die Ecken zusammen. Im Ofen goldbraun backen. Auch in Strudelteig, Wan-Tan-Blättern oder Frühlingsrollenteig lassen sich die Füllungen knusprig einpacken.

• Spießchen. Hier sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Reihen Sie auf Schaschlik-Spießchen, was Ihnen gefällt: Käsewürfel mit Obst, Tomaten mit Mozzarella, Melone und Prosciutto, Garnelen mit Orangenspalten oder verschiedene
Gemüsestückchen.

• Schinkenröllchen. Für die Füllung verrühren Sie Topfen, Crème fraîche, Kren und Senf miteinander und würzen mit Salz und Pfeffer. Nun legen Sie die Schinkenscheiben auf, geben etwas Füllung hinein und rollen den Schinken zu Röllchen auf.

• Speckdatteln. Entkernen Sie die Datteln und füllen Sie sie mit etwas Gorgonzola. Umwickeln Sie sie mit einer Scheibe Bauchspeck. In einer beschichteten Pfanne ohne Fett braten Sie die Datteln rundherum an, bis der Käse weich ist.

(Quelle: Magazin Genuss; Text: Angelika Kraft)

 

"Die Welt gehört dem, der sie genießt."

- Leopardi
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