Kleine Warenkunde: Rhabarber

Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber. Diese tolle Pflanze hat gerade Saison. Sie sieht ein bisschen aus wie Mangold, aber vom Rhabarber werden nur die Stiele verwendet. Am häufigsten werden sie vermutlich in Kuchen, als Kompott oder zu Saft verarbeitet. Wir müssen sagen, dass wir den Rhabarber in all diesen Formen ganz köstlich finden.

Aber haben Sie ihn schon einmal pikant probiert? Bevor wir aber ein ganz außergewöhnliches Rezept für ein Rhabarber-Chutney mit Ihnen teilen, geben wir Ihnen noch einen kurzen Überblick über die Basics:

Rhabarber stammt eigentlich aus dem Himalaya und wurde um das 11. Jahrhundert nach Europa importiert. Botanisch wird er zu den Gemüsesorten gezählt, in den USA gilt er allerdings offiziell als Obst. Erntezeit in unseren Breitengraden ist gewöhnlich zwischen April und Juni. Die Blätter sind ungenießbar bis giftig und auch die Rhabarber Stiele sollten verarbeitet werden. Rhabarber hat einen hohen Gehalt an Oxalsäure, der sich beim Garen reduziert, trotzdem sollten die Stiele deshalb von chronisch Kranken und Kindern nur mit Vorsicht genossen werden. Grundsätzlich gilt: Je später in der Erntesaison, umso höher der Gehalt an Oxalsäure. Für gesunde erwachsene Menschen ist der Verzehr aber zu jeder Zeit absolut unbedenklich!

Die Stangen haben eine grüne bis rötliche Farbe. Grüner Rhabarber schmeckt sehr intensiv und säuerlich, je röter umso milder und süßer ist er im Geschmack.
Gelagert wird er am besten in ein feuchtes Tuch gewickelt im Kühlschrank. Portioniert kann er auch eingefroren werden, allerdings sollten Sie die Stücke auf einem Blech getrennt voneinander vor-gefrieren, bevor Sie sie in ein Behältnis oder einen Beutel füllen.
Für die Verarbeitung werden die Enden der Stangen abgeschnitten und diese anschließend geschält. Danach wird er in Stücke geschnitten und in wenig kochendem Wasser blanchiert um den Gehalt an Oxalsäure zu verringern. Das Wasser entsorgen und den Rhabarber weiterverarbeiten.

Zum Beispiel zu diesem außergewöhnlichen Chutney:

500g Rhabarber, wie oben beschrieben vorbereitet
2 große Zwiebeln klein gewürfelt
180g Rosinen
780g heller Rohrzucker
500 ml Apfelessig
1 Esslöffel Salz
1 TL Zimt, gemahlen
1 TL frisch geriebener Ingwer
1/2 TL Nelken, gemahlen

Alle Zutaten in einem Topf langsam zum Kochen bringen und anschließend auf kleiner Flamme mindestens 2 Stunden lang köcheln lassen. In sterilisierte Schraubgläser füllen und vor dem Öffnen mindestens einen Monat lang kühl und dunkel lagern, damit sich der Geschmack optimal entfalten kann.

Wir wünschen gutes Gelingen!

"Die Welt gehört dem, der sie genießt."

- Leopardi
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